Am 07.06. stand für uns wieder der Willy Schniewind Mannschaftspreis, die Mannschaftsmeisterschaften für NRW, an. Hierbei werden am Morgen 18 Löcher mit 6 Spielern als Einzel-Zählspiel ausgetragen und dann am Nachmittag Matchplays über 18 Löcher gespielt. In diesem Jahr sollte unser GH10-Partnerclub GC Velbert Austragungsort für uns sein und jeder, der diesen Platz kennt, weiß, dass zwei Runden hier nicht nur eine mentale, sondern vor allem auch körperliche Herausforderung darstellen.
Das Zählspiel lief wieder einmal überwiegend nicht so gut. Ergebnisse zwischen 78 und 85 reichten am Ende nur zu einem 5. Platz unter 6 teilnehmenden Mannschaften der Liga 3B. Velbert und Wasserburg Anholt als die beiden besten Teams würden also den Aufsteiger in Liga 2 ausspielen, während sowohl Bottrop Schwarze Heide (3.) gegen Hünxerwald (6.) wie wir gegen Royal Dortmund (4.) im Matchplay die Absteiger in Liga 4 ausspielten.
Und es war teils hochklassige und vor allem enge Matches; nach 9 Löchern waren 4 Matches all square. Zunächst gingen Moritz und Stephan in ihre finalen Löcher und es entwickelten sich gegensätzliche Matches mit dem gleichen Ergebnis. Der eine lag nach 16 Löchern 2 auf und benötigte nur noch ein geteiltes Loch zum Sieg, der andere lag nach 16 Löchern 2 down und stemmte sich gegen die Niederlage. Am Ende gingen beide Matches all square aus und beide Mannschaften erhielten jeweils einen halben Punkt pro Match. In der Zwischenzeit hatte Felix sein Match souverän mit 4 auf 3 gewonnen und sorgte für das 2:1. Andre zeigte in seinem Match, wie wichtig es ist, auch bei einem Rückstand dranzubleiben und zu kämpfen, denn anfangs lief es für ihn überhaupt nicht rund und er lag 3 down nach 3 Löchern. Aber er holte sukzessive auf und konnte mit einem Matchgewinn auf der 18 aufwarten und den 3. Punkt erkämpfen. Damit hatten wir ein Stechen sicher und benötigten für den Klassenerhalt noch einen halben Punkt.
Den fehlenden halben Punkt konnte Maurits in diesem Jahr nicht liefern, er verlor sein Match auf der 17 mit 2 auf 1. Somit kam es auf das letzte Match und Konstantin an. Als er die 18 herunterkam und bereits 1 auf lag, löste sich die Anspannung, denn der fehlende halbe Punkt war gesichert. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, sein Match auch zu gewinnen, so dass wir am Ende mit einem 4:2 den Klassenerhalt feiern durften. Dies konnte dann an einem sehr kleinen Tisch für 6 Personen passieren, da wir im Gegensatz zu manchen anderen Clubs leider ohne jegliche Unterstützung auskommen mussten. Es ist nicht einfach, wenn man nicht nur im direkten Duell gegen eine Spielerin oder Spieler spielt, sondern auch noch zahlreiche Zuschauer „gegen sich hat“. Es war absolut fair, aber während ein Chip aus 30 Metern irgendwo aufs Grün von den zahlreichen Unterstützern des RSB frenetisch gefeiert wurde, erhielten unsere Spieler für einen gelochten Birdie-Putt aus 7 Metern, wenn überhaupt, lediglich ein anerkennendes „guter Putt“. Das wird dem hochklassigen Sport, der auch von unserem Team gebracht wurde, nicht gerecht. Vielleicht gelingt es uns ja auch mal im kommenden Jahr, ein paar Zuschauer zu begeistern, um die besten Repräsentanten unseres Clubs zu unterstützen. Es ist nicht nur spannend, sondern man kann sicherlich auch noch das eine oder andere für sein eigenes Spiel lernen. Eine entsprechende Unterstützung wünsche ich mir nicht nur als Spieler und Kapitän dieser tollen Truppe, sondern auch als Vorstand Sport.