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Regel: Ball im Heu - was tun?

Frage:

In der Heuerntezeit passiert es leicht, dass der Ball nach dem Schlag in dem Bereich zur Ruhe kommt, in dem Heu gemacht wurde. Wie ist zu verfahren, wenn der Ball auf dem Heu zu liegen kommt? Und was ist zu tun, wenn der Ball nicht gefunden wird?

Antwort:

 

Da die Rough-Flächen vom Eigentümer des Geländes zur Heuernte genutzt werden, ist das Schnittgut zum Abtransport bestimmt und demnach lt. Definition „Boden in Ausbesserung“.

Fall 1: Der Ball wird im Heu gefunden.

a) Wenn der Stand oder Schwung des Spielers durch das Heu nicht behindert sind, kann der Spieler den Ball spielen wie er liegt. Da 'Schnittgut' ein loser hinderlicher Naturstoff ist, darf es nach Regel 15.1 straflos fortbewegt werden.

b) Wenn Stand und/oder Schwung des Spielers behindert sind, darf der Spieler Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen (Fallenlassen innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung, nicht näher zur Fahne).

Fall 2: Der Ball wird im Heu nicht gefunden.

Zunächst muss geklärt werden, ob der Ball tatsächlich im Heu ist; dies ist eine Frage der Umstände (es ist zum Beispiel bekannt, wenn ein Mitspieler dies gesehen hat).

Falls es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der Ball in diesem Bereich ist, darf der Spieler Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen. Dazu muss zunächst die Stelle geschätzt werden, an der der Ball zuletzt die äußere Begrenzung des Schnittgut-Bereichs gekreuzt hat. Der Spieler darf dann nach Regel 16.1e straflos einen neuen Ball innerhalb einer Schlägerlänge von dieser Stelle (nicht näher zum Loch) fallenlassen.

Fehlt es an der Kenntnis oder Gewissheit, dass der Ball tatsächlich im Heu ist (weil z.B. der Bereich sehr nah an der Ausgrenze liegt und deshalb der Ball auch im Aus sein kann), so ist nach Regel 18 zu verfahren (Spielen von der Stelle des letzten Schlages mit Strafschlag und Distanzverlust).


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